Biografie

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„Den beiden Pianistinnen fehlt es an nichts, weder an Temperament, zündender rhythmischer Gestaltung, noch an Wärme oder klanglicher Sensibilität.“ (Klassik Heute)

Anna und Ines Walachowski gehören längst zu den führenden Klavierduos der Gegenwart. Seit knapp zwei Jahrzehnten begeistern die beiden Schwestern mittlerweile ihr Publikum auf den internationalen Konzertpodien.

Sie erhielten Einladungen zu vielen renommierten Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, den Dresdner Musikfestspielen, dem MDR Musiksommer, den Niedersächsischen Musiktagen, den Moselfestwochen, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, aber auch dem Harbin Music Festival (China) oder dem Bangkok Music Festival (Thailand).

Geboren in Polen erhielten sie mit vier bzw. sechs Jahren den ersten Klavierunterricht. 1983 übersiedelte die Familie nach Deutschland. Anna und Ines absolvierten ihre Studien an der Musikhochschule Hannover und dem Mozarteum in Salzburg. Wesentliche musikalische Impulse erhielten sie durch Professor Karl Heinz Kämmerling und Professor Alfons Kontarsky, der die Schwestern als „starke Persönlichkeiten mit Durchsetzungskraft und Willensstärke“ bezeichnete. Doch stehen diese starken Persönlichkeiten einander keinesfalls im Wege, im Gegenteil – dank ihrer gemeinsamen Lehrer und ihres außergewöhnlichen Einklangs bilden sie physisch und gestalterisch eine Einheit, von der sie als Duo profitieren: „Sie spielen wie aus einem Guss“ (Pizzicato).

Von der vitalen Spielweise der beiden Pianistinnen war schon der legendäre amerikanische Musikkritiker und „Klavierpapst“ Harold C. Schonberg höchst angetan. Sein begeisterter Kommentar anlässlich ihrer Debüt-CD lautete: „They seem to have unlimited technique, they use a very wide dynamic palette, they have oodles of temperament and unfaltering rhythm“, und er prophezeite: „We will be hearing from them again.“

In der der Tat: Die Diskographie des Klavierduos ist vielseitig und umfangreich. Die große Bandbreite der Aufnahmen erstreckt sich über Werke von Mozart, Chopin, Brahms, Tschaikowsky so wie die Doppelkonzerte von Mendelssohn und Poulenc bis hin zu Rachmaninov, Ravel und Gershwin.
Eine der CD’s überrascht mit der von der Kritik hochgelobten Einspielung der Contredanses des polnischen Komponisten Stanislaw Moniuszko (1819-1872). Ein Nebenverdienst dieser CD mag sein, dass der jenseits seiner Landesgrenzen relativ unbekannte Komponist nun bei einem breiteren Publikum Beachtung finden kann. Das neue 2017 erschienene Album der Schwestern steht ganz im Zeichen der rätselhaften Beziehung von Clara- Robert Schumann und Johannes Brahms. Es erklingen das Klavierquartett Nr.1 von Johannes Brahms und Clara Schumanns einziges vierhändige Stück-der Marsch in As-Dur. Komplettiert wird diese Einspielung mit den Bildern aus Osten op.66 von Robert Schumann.

Als Duo debütierten Anna und Ines 1996. Seither konzertieren sie regelmäßig in bedeutenden Musiksälen wie der Berliner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, der Liederhalle Stuttgart, dem Prinzregententheater München, dem Stadtcasino Basel, dem KKL Luzern oder den Philharmonien von Wroclaw, Lodz und Olsztyn.

Erfolgreiche Kooperationen mit Juliane Köhler, Norbert Blüm, Friedrich von Thun und Roger Willemsen erweiterten das künstlerische Spektrum des vielseitigen Klavier -Duos.
Aktuell treten die Schwestern mit dem Schauspieler Rufus Beck sowie dem Kinderbuchautor Stefan Gemmel auf.
Im Sommer 2003 entstand in einer Produktion des WDR für ARTE die Dokumentation „Klavier-Doppel“, ein 45-minütiges Filmportrait über Anna und Ines Walachowski.